Butterfly

Medizinisch betrachtet

Dr. Christine Hoffmann beantwortet Ihre Fragen

  1. Was bedeutet es, sensitive Haut zu haben?

    Empfindliche oder sensitive Haut reagiert sehr rasch auf äußere Einflüsse wie Kälte, Trockenheit, Hitze oder falschen Pflegeprodukte mit Rötungen, Schuppung und Trockenheit mit Ekzemen im Extremfall. Eine intakte Hautbarriere schützt vor Feuchtigkeitsverlust und erhält die Haut widerstandsfähig gegenüber Irritantien.

  2. Woher kommt die Beschaffenheit der Haut? Ist das Veranlagung?

    Die Beschaffenheit der Haut bzw. der jeweilige Hauttyp ist angeboren. Meist besteht eine familiäre Disposition zu einem bestimmten Hauttyp.

  3. Welche Erscheinungsformen von sensitiver Haut gibt es? Wie pflegt man diese Hauttypen -empfindlich, trocken, sehr trocken- am besten?

    Empfindliche und trockene Haut benötigen mehr Pflege als die eher unkomplizierte normale bis fettige Haut. Die tägliche Pflege sollte rückfettende und befeuchtende Wirkstoffe enthalten. Die folgenden Regeln helfen, den Hautzustand empfindlicher oder trockener Haut zu verbessern: Reduzieren Sie Ihre Hautpflege auf das Wesentliche. Verwenden Sie nicht zu viele unterschiedliche Produkte. Reinigen Sie Ihre Haut maximal 2 x täglich. Baden Sie nicht in zu heißem Wasser. Cremen Sie sich regelmäßig ein.

  4. Was hat es mit dem viel zitierten pH Wert auf sich?

    Der pH Wert der Haut liegt im leicht sauren Bereich, er stellt einen sehr wichtigen Schutz gegenüber schädlichen äußeren Einflüssen dar. Daher ist es von besonderer Wichtigkeit, diesen sogenannten Säureschutzmantel der Haut nicht durch falsche Pflege zu zerstören.

  5. Welchen Nutzen haben Inhaltsstoffe wie Urea oder Nachtkerzenöl?

    Urea bzw. Harnstoff gehört zu den wichtigsten feuchtigkeitsbindenden Wirkstoffen in der Hautpflege, Nachtkerzenöl enthält besonders viele gesättigte Fettsäuren, die die Haut zart und geschmeidig machen. Weiters wirkt es auch immun-stimulierend, weshalb es zur Behandlung verschiedenster Hauterkrankungen verwendet wird.

  6. Wie oft pro Woche sollte man – im Sinne des Hautschutzes - Duschen bzw. Baden? Muss man sich nach jeder Dusche/nach jedem Bad eincremen/einölen?

    Das Waschverhalten hat sich den letzten Jahrzehnten stark verändert: War es um die Jahrhundertwende noch die Norm 1x/MONAT ausgiebig zu baden, duschen heute Menschen bis zu 3x/TÄGLICH: dabei wird der Haut Fett entzogen, das ihr nur durch regelmäßiges Eincremen wieder der Haut zurückgegeben werden kann.

  7. Gibt es diesbezüglich Unterschiede zwischen Sommer und Winter?

    Im Winter produziert die Haut kältebedingt weniger Fett, gleichzeitig wird ihr durch die trockene Heizungsluft mehr Feuchtigkeit entzogen. Daher benötigt die Haut in den Wintermonaten mehr Pflege als im Sommer.